Ein wenig Philosophie: Die „neue“ Wissensverarbeitung

Oft ist das Wissen des Einen, für den Anderen nur Information oder Daten, und umgekehrt. Die Unterscheidung ist völlig situationsabhängig und kann sich von Fall zu Fall ändern.

Es ist weniger Wissen, das à la Nürnberger Trichter 1:1 weitergegeben werden kann. Wissen wird eher als Daten und Informationen vermittelt, die man begrenzt wahrnimmt und aus denen man sich ggf. sein eigenes Wissen und damit letztendlich seine eigene Welt konstruiert – so wie die blinden Männer bei dem Elefanten in einer indischen Sage. Das Glas kann halb voll oder halb leer sein, denn „[b]ei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt.“ (Arthur Schopenhauer)

Deshalb geht es vielmehr darum, dass ein Blinder und ein Lahmer gemeinsam ein Ziel erreichen.

The Blind Man and the Lame

A blind man was carrying a lame man on his back,
And everything was going well, everything’s on track,
When the blind man decides to take it into his head
That he needn’t listen to all that the lame man said.
„This stick I have will guide the two of us safe,“ said he,
And though warned by the lame man, he plowed into a tree.
On they proceeded; the lame man now warned of a brook;
The two survived, but their possessions a soaking took.
At last the blind man ignored the warning of a drop,
And that was to turn out their final and fatal stop.

Which of the two travelers, you may ask, was to blame?

Why, 'twas both the heedless blind man and the trusting lame.

(Quelle: Wikisource: Fables and Parables: The Blind Man and the Lame)

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