DACH KM Newsletter:2013-01/(DACH KM aktuell, xArtikel) Werkzeuge für den semantischen Raum des WM - das neue DACH KM-Forum
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Überblick
In einer Umfrage, die die Kolleginnen der Community of Knowledge, Ende vergangenen Jahres, durchgeführt haben, kam unter anderem heraus, dass starkes Interesse an Beiträgen über "Methoden für Wissensmanagement" seitens der Leser besteht. Dem wird nun mit einer Themenausgabe des Open Journals of Knowledge Management Rechnung getragen, für die Sie noch bis zum 31. März 2013 Beiträge einreichen können.
Unabhängig davon gab es bereits im Oktober beim GfWM KnowledgeCamp 2012 die Idee, ein Forum für Erfarhungsberichte und die Weiterentwicklung von Methoden des Wissensmanagments einzurichten. Dort gab es auch gleich, ganz unkompliziert, die Zusage für ein solches Forum bei xingKM und nun ist es da - das Forum 'Werkzeuge/Instrumente' um das sich die Initiatorin, Dr. Angelika Mittelmann, kümmern wird.
- Stichworte: Wissensmanagement, Werkzeuge/Instrumente, xingKM-Forum, Semantischer Raum des Wissensmanagements
Willkommen im Forum
Der Willkommensgruss von Angelika im Forum:
- Herzlich Willkommen im Forum Werkzeuge/Instrumente!
- Liebe Mitglieder im XING-KM!
- ich habe im Rahmen meiner Session beim Knowledge Camp 2012 "Werkzeugkasten für WM" (http://knowledgecamp.mixxt.org/networks/wiki/index.gkc12bl04) versprochen, dass ich die Serie fortsetzen werde. Boris hat mir netterweise nun ein Forum dazu eingerichtet.
- Alle zwei bis drei Wochen werde ich eine neue Methode posten und bitte Sie/euch alle eure Erfahrungen, Anregungen oder auch Fragen zur jeweiligen Methode dazuzustellen. Jeder kann, wenn er/sie will, eine weitere Methode einbringen. Bitte am Ende einer jeweiligen Diskussionsrunde eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse posten. Das werde ich natürlich für "meine" Methoden auch machen ;-).
- In meinem Buch Werkzeugkasten Wissensmanagement (http://artm-friends.at/wm-werkzeugkasten/) habe ich den Semantischen Raum des Wissensmanagements eingeführt (http://artm-friends.at/wm-werkzeugkasten/faq_srwm.html), um die Methoden für ihren jeweiligen Anwendungszweck leichter finden zu können. Jede Methode, die ich poste, werde ich mit dem Fach und den Entitäten versehen, die sie charakterisieren.
- Ziel dieser Serie ist, dass wir als die größte deutschsprachige WM-Community unsere Werkzeuge gemeinsam untersuchen und die Anwendung der brauchbarsten in der Praxis weitertreiben.
- Danke für Ihre/eure Mithilfe im voraus!
Was tun Werkzeuge mit Dingen im Raum?
Als Instrumente bzw. Werkzeuge des Wissensmanagements kann man diejenigen Maßnahmen bezeichnen, mit deren Hilfe das Wissen bzw. die Wissensbasis einer Organisation zielgerichtet gestaltet, gelenkt und entwickelt werden soll. Aufgrund des interdisziplinären Charakters des Wissensmanagements sowie der grundlegenden Natur des Wissens gibt es eine Vielzahl von Instrumenten/Werkzeugen, die primär den einzelnen Wissensmanagementprozessen zugeordnet werden (Eindimensionale Kategorisierung).
uit Beijerse z. B. (2000: 174-177), führt insgesamt 108 in der einschlägigen Literatur und in Fallstudien identifizierte Instrumente/Werkzeuge auf und ordnet sie den Wissensmanagementprozessen evaluation of knowledge and determination of the knowledge gap (24 Instrumente), acquisition and/or development of knowledge (53 Instrumente) und knowledge sharing (31 Instrumente) zu. Auch Armutat et al. (2002: 147-153) ordnen insgesamt 91 Instrumente/Werkzeuge diversen Wissensprozessen zu. Was dabei aber ein Instrument/Werkzeug des Wissensmanagement ausmacht, diskutiert Roehl (1999: 158-161) intensiv.
Die Zuordnung der Instrumente/Werkzeuge kann weiterhin in Kombination mit einem weiteren Unterscheidungskriterium geschehen (Zweidimensionale Kategorisierung).
Franken (2002: 16-18) und Bick (2004: 151-152) strukturieren die Instrumente z.B. in einer zweidimensionalen Matrix nach Gestaltungselement (Wissensmanagement-Kernaktivitäten) und Wissensart. Pawlowsky (2000: 120) und Hippner (2001) zit. in: Bick (2004: 122) hingegen verwenden die Gestaltungsdimensionen Struktur (Organisation), Mensch (Personal) und Technologie & Instrumente (Informations- und Kommunikationstechnologie) als zweites Unterscheidungskriterium.
Grundlegend werden sie aber nach organisationalen und technologischen Instrumenten bzw. Techniken und Technologien unterschieden. Vereinzelt werden die Instrumente/Werkzeuge nach nach anderen Gesichtspunkten untergliedert.
Newman/Conrad (2000) differenzieren z. B. zwischen Technologies, Practices und Methods, die sich nach bestimmten Kriterien charakterisieren lassen. Eine noch detailliertere Untergliederung liefert Roehl (1999: 154-246), der zwischen arbeitsbezogenen Instrumenten, personenbezogenen Instrumenten, kommunikationsorientierten Instrumenten, Instrumenten der räumlich-organisatorischen Infrastruktur, Instrumenten der technologischen Infrastruktur und problemlösungsbezogenen Instrumenten unterscheidet. Binney (2001: 36-38) klassifiziert Knowledge Management Applications in Transactional, Analytical, Asset Management, Process, Developmental und Innovation and Creation applications, denen er Enabling Technologies zuordnet. Prat (2005: 214-215) ordnet die Instrumente den Kontextfaktoren des Wissensmanagements zu.
Literatur
- Armutat, S. et al.: Wissensmanagement erfolgreich einführen: Strategien - Instrumente - Praxisbeispiele. Bielefeld: Bertelsmann (PraxisEdition 66), 2002. ISBN 3936889007
- Roehl, H.: Instrumente der Wissensorganisation. Perspektiven für eine differenzierende Interventionspraxis. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag, 2000. ISBN 3824469774 (PDF)
- uit Beijerse, R. P.: Knowledge management in small and medium-sized companies: knowledge management for entrepreneurs. Journal of Knowledge Management, 4 (2), 2000: 162-179. ISSN 1367-3270
Autor(en)
Boris Jäger
Boris Jäger - Ihr xingKM-Moderator